3900 Kilometer
7 Länder
2 Konzerte
ie Reise war seit langem geplant und sollte mehrere Zwecke erfüllen: einerseits Peter Basler bei seiner Übersiedlung nach Tbilisi zu unterstützen, andererseits das Joe Zawinul Syndicate live auf Video zu dokumentieren. In Tbilisi sollte eine erste Kontaktaufnahme mit den Mannen der Eastern Promotion in Hinblick auf zukünftige Projekte erfolgen. Nach 3900 km über teils abenteuerliche Straßen waren wir angekommen und der Empfang mehr als herzlich: Die Georgier sind stolz auf ihre Gastfreundschaft, und das wohl zu Recht. Das Land ist im Aufbruch und auch wenn es immer wieder Probleme mit der Elektrizitätsversorgung gibt, ist Tbilisi jederzeit eine Reise wert. Aber auch in Rumänien wurden wir herzlich aufgenommen, auf der gesamten Strecke keine Spur von den so oft in den Medien wiederholten Gefahren. Bloß der Tankdeckel blieb in Ungarn...
Unsere Reiseroute: vom Bodensee, München, Salzburg, Wien, Ungarn, Rumänien (zwei Tage Aufenthalt, Konzert von Joe Zawinul in Bukarest), Bulgarien, Türkei, Georgien mit Ziel Tbilisi. Die größte Überraschung war sicherlich, wie groß Europa im Osten ist. Die unendlichen Weiten rumänischer Äcker kurz nach der ungarischen Grenze, zum Beispiel. Oder Hermannsstadt / Sibiú, dessen deutsche Geschichte in der Architektur offensichtlich ist. Bulgarien bot einen etwas herben Charme, eine sehr spärliche (kyrillische) Beschilderung und einmal wurden wir recht absichtlich in die Irre geschickt... Die Türkei bietet von Edirne bis Ankara breite und komfortable Autobahnen, danach wird es abenteuerlich, bis man wieder die Schwarzmeerküste erreicht. Und Georgien befährt man am besten mit einem Hummer... Erstaunlich, dass Peter's Golf GTI den Ritt um und manchmal auch durch Frostaufbrüche von gigantischen Dimensionen ohne Reifen- oder sonstigen Schaden überstanden hat. Mehr noch, der Wagen fuhr noch zwei weitere Jahre störungs- und wartungsfrei, bis Peter nach Antalya übersiedelte und den Golf seinen georgischen Freunden schenkte.
Die Legenden wurzeln tief: Straßenbanden, korrupte Polizei oder unehrliche Wechselgeschäfte - nichts davon auf dieser Reise. Rumänien war die erste positive Überraschung, die Türkei die zweite und schließlich Georgien, wo uns Polizisten, die wir nach dem Weg gefragt hatten, sogar mit Mineralwasser ausrüsteten. Trinkgeld wird in Georgien nicht genommen, also besser, man probiert es erst gar nicht. Und Essen? Ein Traum. Keine „Rache des Montezuma” und praktisch überall Frisches auf dem Speiseplan. Die eigentliche Sensation sind natürlich private Einladungen, da werden die Leistungen der Lokale noch einmal getoppt. Das Preisniveau schwankt ganz gewaltig: für einen Euro gibt es drei Liter Benzin oder eine Packung Marlb*r*, in Lokalen ist die Kaufkraft nicht ganz so hoch, aber immer noch erfreulich gut. Übrigens: Euro und Dollar werden nicht überall akzeptiert, also besser rechtzeitig in einer der zahlreichen Wechselbuden Lari und Tetri besorgen. Kreditkarten und vor allem Maestro als Bargeldquelle darf man sowieso gleich vergessen.
Den inzwischen leider verstorbenen Großmeister der Weltmusik, Joe Zawinul, und sein famoses Syndicate traf ich bei diesem Trip zuerst in Bukarest und dann in Tbilisi. Peter Basler als Tour Booking Manager von Joe Zawinul machte es möglich, dass ich zwei Konzerte hautnah mitdrehen durfte. Mit Wehmut möchte ich hier meine letzten Schnappschüsse und Standbilder aus dem gedrehten Video von Joe, seinem Sohn, dem Syndicate, ihrer Managerin Frau Zinke und Peter Basler off-stage beim Dinner in Bukarest zeigen; das Konzert in Bukarest war eines der Besten, die ich je gesehen und das in Tbilisi das letzte, zu dem ich Joe Zawinul in diesem Leben getroffen habe.
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+ zwei Hauben
+ acht Stunden
+ 32 Speisen
er Klient macht es vor: Jahrelange Aufmerksamkeit für das kleinste Detail schaffen einen erkennbaren Unterschied. Darin lag der Reiz dieser Arbeit, und da einige der "Models" das Studio nicht mehr verlassen konnten, darf ich versichern, es schmeckte besser, als die Fotografie darstellen kann.
In diesem Shooting war es Absicht, reale Gerichte ohne Tricks abzulichten. Also wurde alles, was Sie hier sehen, auch gegessen. Also keine Tricks mit Farb- und Haarsprays, tief gekühlter Garnierung und ähnliches. Die Speisen wurden teils für das Shooting, teils auf Bestellung der Gäste zubereitet und vom Service am mobilen "Studio" vorbeigetragen. Einrichten, einstellen und fotografieren durfte nicht länger als eine Minute dauern, um die Gerichte nicht zu verderben.
...is the eating, und die Bestätigung der Fotografie ist das Bild. Für den Auftraggeber passend war es Absicht, solide Food-Fotografie zu liefern. So wie die Küche auf Avantgarde verzichtet und sich lieber dem Geschmack mit eher traditionellen Mitteln nähert, so sollte die Fotografie auf Effekte verzichten und mit ganz grundsätzlichen Elementen die Speisen in Szene setzen. Sehen Sie sich an, was bei dieser mehrstündigen Hitzeschlacht heraus gekommen ist und urteilen Sie selbst. Sollten Sie beim Betrachten Hungergefühle verspüren, ist die visuelle Kommunikation gelungen.
Wenn das bestehende Licht nicht reicht, muß man eben eines herbei schaffen. Blitz ist üblich, ich habe lieber "heiße" Scheinwerfer und so wurden vor Ort 3kW Licht, ein weißer Hintersetzer und eine Diffusordecke installiert. Das reichte für die Aufnahmen bei f:2.8 und 1/250 Sekunde Belichtung, um beim Foto jedes digitale Rauschen im Ansatz zu vermeiden.
Insgesamt war ich etwa acht Stunden vor Ort, Auf- und Abbau von Licht und Ausrüstung inklusive. Aus etwas mehr als 150 digitalen Aufnahmen wurden die besten Bilder der 32 Gerichte ausgesucht und für die zukünftige Verwendung ins Archiv gestellt. Statistisch gesehen also etwa eine brauchbare Aufnahme alle 8 Minuten. Womit der Klient seine indivuellen Bilder billiger bekam, als eine Konserve von einer der zahlreichen Bildagenturen im Internet kostet. Ein zusätzlicher Reiz individueller Produktion.
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Das Signet macht den feinen Unterschied
arken bestehen aus zwei Teilen: aus der Logotype (oder „Logo“) und dem Signet, einer Grafik, die mit dem Unternehmen assoziiert werden soll. Werden Signet und Logotype gemeinsam dargestellt, spricht man von einer Marke. Für den Gestalter ist das Signet eine enorme Herausforderung, denn diese Grafik muss vielen Anforderungen genügen. Hier möchte ich die Arbeitsschritte vorstellen, die zu meinem Signet geführt haben.
Mein Signet sollte freundlich sein, eine einfache Grundform haben, beliebig vergrößerbar sein und einen farblich variierbaren Symbol-Charakter besitzen.
Beim Skizzieren fiel mir das „ü“ in meinem Namen als eigentümliche Gestalt auf. Jahrelang hatte sich dieser Buchstabe den Versuchen, ihn in Computer einzutippen, widersetzt. Das ü wurde zum Charakter, der sich jeder Klassifizierung entzog. Mein Name wurde ohne Punkte auf dem u oder durch ein „ue“ geschrieben, das ü aber musste auf das 21. Jahrhundert warten, um weitgehend salonfähig zu werden.
Diese Beschreibung passte perfekt für mein Verständnis für gestaltende Arbeit, und das ü wurde zum Ausgangspunkt für mein Signet.
Nachdem klar wurde, dass das ü die Hauptrolle spielen würde, beschäftigte ich mich mit der visuellen Umsetzung. Ich sehe die Gestaltung von Kommunikation als eher betriebswirtschaftlich als künstlerisch bestimmte Tätigkeit. Meine Arbeit muss wie ein Puzzlestein in das Marketing meiner Klienten passen, da ist für künstlerische Freiheit nur am Rande Platz. Diesen Ansatz reflektieren die beiden angeschnittenen Nachbar-Buchstaben, die jeweils in das Basis-Quadrat kleine Quadrate schneidet. Die runde linke obere Ecke kommt vom „f“ und ist diese kleine Extravaganz, die ich mir als Gestalter erlaube.
Die Punkte auf dem ü wurden zu Augen, das verbleibende u zu einem lachenden Mund, sinnbildlich für entspannte Kommunikation. Die „Mundwinkel“ sollten eckig bleiben, um die Spitzen abzubilden, die in jeder gelungenen Gestaltung stecken sollten. Sozusagen das Salz in der Suppe.
Der endgültigen Fassung meines Signets näherte ich mich in zahlreichen Handskizzen. Nachdem die Form festgelegt war, beschäftigte ich mich mit der Anwendbarkeit der Form in Verbindung mit verschiedenen Inhalten. Durch Veränderung der Farbe passt sich mein Signet an alle Umgebungen und Intentionen an - auch an Themen, die ich heute noch nicht kenne. Als Standard-Farben habe ich Magenta, Blau, Grün und Grau festgelegt. Dabei bleiben alle anderen Farben möglich, denn die unverwechselbare Grundform macht das Signet in jeder Farbe klar erkennbar.
Neben meinem Signet durfte ich für zahlreiche Klienten aus den verschiedensten Branchen Marken entwickeln. In der Galerie finden Sie Beispiele von mir erstellter oder weiter entwickelten Marken und Signets. Wobei alle Arbeiten immer von der Idee getragen sind, möglichst viel von einer eventuell vorhandenen Marke zu übernehmen, denn der Wert der Marke steigt mit deren Verwendung. Eine Marke, die seit Jahren genutzt wird, sollte nur komplett ersetzt werden, wenn es mehr als einen guten Grund dafür gibt. Das ist eine noch größere gestalterische Herausforderung, als ein kompletter „Relaunch“, wie völlig neu gestaltete Marken genannt werden.
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Rutschen, schleudern und verbremsen
ute Geschäfte brauchen den passenden Rahmen. Unter diesem Motto lud Quido Nachbaur seine abc markets Kunden aus Vorarlberg und dem Allgäu zum Treffen. Dutzende Unternehmer nahmen die Gelegenheit zu einem Gedankenaustausch wahr. Doch zuvor wurde im driving camp in Röthis die Beherrschung des Fahrzeugs geübt - mit einigen „Aha”-Effekten. Brems- und Ausweichübungen unter spiegelglatten Bedingungen auf der bewässerten Betonpiste sorgten für spektakuläre Dreher, die - anders als in Wirklichkeit - nur in einer kalten Dusche gipfelten. Ich war mit der Kamera dabei, einige Bilder des Events finden Sie hier. Die Aufnahmen wurden mit einer Nikon D70s vom Stativ gemacht, Brennweite zumeist 450 mm. Das sorgte für einen komfortablen Abstand zu den außer Kontrolle geratenen Fahrzeugen, obwohl auch die Nahaufnahmen mit dem 50 mm Nikkor „auf der sicheren Seite“ interessante Einblicke eröffneten.
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Lassen Sie sich ein Bild machen
ir denken in Bildern, und unsere Welt ist voll von Bildern. Das richtige Bild schafft den stimmigen Rahmen, erklärt Zusammenhänge, verschafft schnellen Überblick oder hält ganz einfach einen seltenen Moment für die Ewigkeit fest. Illustration und Fotografie sind die traditionellen Bilder der Werbung, mit dem Computer sind auch interaktive Bilder und virtuelle Realität zu wichtigen Bildtechniken geworden. Für alle gilt: So sparsam wie möglich, so viele wie nötig.
Nun, nicht mehr als ein Text, aber intensiver. Menschen lieben Bilder, und daher gibt es so viele. Grafik, Malerei, Fotografie, Film und das Internet: Wir werden mit Bildern überschwemmt. Aus dieser Flut mit dem richtigen Bild das Interesse des Publikums zu erwecken, ist das erklärte Ziel der Werbung. In anderen Formen der medialen Kommunikation gelten andere Regeln; in jedem Fall ist das Bild zum Text das Salz in der Suppe. Das Bild leitet zum Text, der Text ergänzt das Bild, und so entsteht ein visuelles Ganzes, eine Gestalt.
Die meisten Unternehmen haben ein "Logo", eine Logotype. Das ist ein Schriftzug, der das Unternehmen charakterisiert. Als Erweiterung gilt die Bildmarke, eine Grafik, die ohne Worte das Unternehmen bezeichnet. Ich habe einige Bildmarken entwickelt, und hier möchte ich Ihnen die Entwicklung meiner Bildmarke vorstellen, von der Skizze bis zur fertigen Marke.
Neben der eigenen habe ich auch einige weitere Logotypen und Marken entwickelt, die ich Ihnen auf diesen Seiten vorstelle.
Der Druck auf den Auslöser ist der Abschluss einer meist langen Überlegung. Auch die Fotografie folgt den kompositorischen Überlegungen, die für jedes Bild gelten. Was soll das Bild zeigen? Und was soll es sagen? Die digitale Technik erlaubt die Nachbearbeitung fotografischer Aufnahmen, die völlig neue Dimensionen eröffnen. Die technischen Voraussetzungen für eine gelungene Aufnahme sind deshalb aber immer noch wichtig: Die geeignete Ausrüstung und Modelle sind wichtig, doch das richtige Licht macht den großen Unterschied. Fotografie bedeutet direkt übersetzt: Schreiben mit Licht. Also ist Fotografie nicht die Beherrschung der Gerätschaft, sondern die Beherrschung des Lichts.
Die einfachste Form eines Panoramas ist ein Rundblick. Mehrere solche Panoramen können zu Szenerien kombiniert werden. Klickbare Flächen erlauben das „Begehen” virtueller Räume. Im Gegensatz zum Rundblick stehen Objekte - hier kann man einen Gegenstand von allen Seiten betrachten.
Oder: Nur dort sein ist schöner. Neben den statischen Bildern hat in interaktiven Medien wie dem World Wide Web die Panorama-Fotografie einen Platz errungen. Der Benutzer kann sich in Ruhe umsehen oder ein Objekt von allen Seiten betrachten: Die virtuellen Panoramen schaffen Räume, die Vertrauen schaffen. Ich arbeite an der Weiterentwicklung dieser 360° Panoramen, damit alle hinreißenden Möglichkeiten auch genutzt werden.