Telefon: 05513 30.30.60
Bewusste Bildsprache
Signets sind Handarbeit

Das Signet macht den feinen Unterschied

M

arken bestehen aus zwei Teilen: aus der Logotype (oder „Logo“) und dem Signet, einer Grafik, die mit dem Unternehmen assoziiert werden soll. Werden Signet und Logotype gemeinsam dargestellt, spricht man von einer Marke. Für den Gestalter ist das Signet eine enorme Herausforderung, denn diese Grafik muss vielen Anforderungen genügen. Hier möchte ich die Arbeitsschritte vorstellen, die zu meinem Signet geführt haben.

Was soll das Signet leisten?

Mein Signet sollte freundlich sein, eine einfache Grundform haben, beliebig vergrößerbar sein und einen farblich variierbaren Symbol-Charakter besitzen.
Beim Skizzieren fiel mir das „ü“ in meinem Namen als eigentümliche Gestalt auf. Jahrelang hatte sich dieser Buchstabe den Versuchen, ihn in Computer einzutippen, widersetzt. Das ü wurde zum Charakter, der sich jeder Klassifizierung entzog. Mein Name wurde ohne Punkte auf dem u oder durch ein „ue“ geschrieben, das ü aber musste auf das 21. Jahrhundert warten, um weitgehend salonfähig zu werden.
Diese Beschreibung passte perfekt für mein Verständnis für gestaltende Arbeit, und das ü wurde zum Ausgangspunkt für mein Signet.

Der Idee Form verleihen

Nachdem klar wurde, dass das ü die Hauptrolle spielen würde, beschäftigte ich mich mit der visuellen Umsetzung. Ich sehe die Gestaltung von Kommunikation als eher betriebswirtschaftlich als künstlerisch bestimmte Tätigkeit. Meine Arbeit muss wie ein Puzzlestein in das Marketing meiner Klienten passen, da ist für künstlerische Freiheit nur am Rande Platz. Diesen Ansatz reflektieren die beiden angeschnittenen Nachbar-Buchstaben, die jeweils in das Basis-Quadrat kleine Quadrate schneidet. Die runde linke obere Ecke kommt vom „f“ und ist diese kleine Extravaganz, die ich mir als Gestalter erlaube.
Die Punkte auf dem ü wurden zu Augen, das verbleibende u zu einem lachenden Mund, sinnbildlich für entspannte Kommunikation. Die „Mundwinkel“ sollten eckig bleiben, um die Spitzen abzubilden, die in jeder gelungenen Gestaltung stecken sollten. Sozusagen das Salz in der Suppe.

Reinzeichnung und Farbigkeit

Der endgültigen Fassung meines Signets näherte ich mich in zahlreichen Handskizzen. Nachdem die Form festgelegt war, beschäftigte ich mich mit der Anwendbarkeit der Form in Verbindung mit verschiedenen Inhalten. Durch Veränderung der Farbe passt sich mein Signet an alle Umgebungen und Intentionen an - auch an Themen, die ich heute noch nicht kenne. Als Standard-Farben habe ich Magenta, Blau, Grün und Grau festgelegt. Dabei bleiben alle anderen Farben möglich, denn die unverwechselbare Grundform macht das Signet in jeder Farbe klar erkennbar.

Weitere Beispiele

Neben meinem Signet durfte ich für zahlreiche Klienten aus den verschiedensten Branchen Marken entwickeln. In der Galerie finden Sie Beispiele von mir erstellter oder weiter entwickelten Marken und Signets. Wobei alle Arbeiten immer von der Idee getragen sind, möglichst viel von einer eventuell vorhandenen Marke zu übernehmen, denn der Wert der Marke steigt mit deren Verwendung. Eine Marke, die seit Jahren genutzt wird, sollte nur komplett ersetzt werden, wenn es mehr als einen guten Grund dafür gibt. Das ist eine noch größere gestalterische Herausforderung, als ein kompletter „Relaunch“, wie völlig neu gestaltete Marken genannt werden.

 

Galerie / Diaschau

Durch Klick auf eine Miniatur öffnet sich eine große Darstellung und beginnt die Diaschau. Durch klicken auf die linke oder rechte Seite des Bildes kann der Ablauf verändert und durch klicken auf die Pause-Taste rechts unten angehalten werden.