+ zwei Hauben
+ acht Stunden
+ 32 Speisen
er Klient macht es vor: Jahrelange Aufmerksamkeit für das kleinste Detail schaffen einen erkennbaren Unterschied. Darin lag der Reiz dieser Arbeit, und da einige der "Models" das Studio nicht mehr verlassen konnten, darf ich versichern, es schmeckte besser, als die Fotografie darstellen kann.
In diesem Shooting war es Absicht, reale Gerichte ohne Tricks abzulichten. Also wurde alles, was Sie hier sehen, auch gegessen. Also keine Tricks mit Farb- und Haarsprays, tief gekühlter Garnierung und ähnliches. Die Speisen wurden teils für das Shooting, teils auf Bestellung der Gäste zubereitet und vom Service am mobilen "Studio" vorbeigetragen. Einrichten, einstellen und fotografieren durfte nicht länger als eine Minute dauern, um die Gerichte nicht zu verderben.
...is the eating, und die Bestätigung der Fotografie ist das Bild. Für den Auftraggeber passend war es Absicht, solide Food-Fotografie zu liefern. So wie die Küche auf Avantgarde verzichtet und sich lieber dem Geschmack mit eher traditionellen Mitteln nähert, so sollte die Fotografie auf Effekte verzichten und mit ganz grundsätzlichen Elementen die Speisen in Szene setzen. Sehen Sie sich an, was bei dieser mehrstündigen Hitzeschlacht heraus gekommen ist und urteilen Sie selbst. Sollten Sie beim Betrachten Hungergefühle verspüren, ist die visuelle Kommunikation gelungen.
Wenn das bestehende Licht nicht reicht, muß man eben eines herbei schaffen. Blitz ist üblich, ich habe lieber "heiße" Scheinwerfer und so wurden vor Ort 3kW Licht, ein weißer Hintersetzer und eine Diffusordecke installiert. Das reichte für die Aufnahmen bei f:2.8 und 1/250 Sekunde Belichtung, um beim Foto jedes digitale Rauschen im Ansatz zu vermeiden.
Insgesamt war ich etwa acht Stunden vor Ort, Auf- und Abbau von Licht und Ausrüstung inklusive. Aus etwas mehr als 150 digitalen Aufnahmen wurden die besten Bilder der 32 Gerichte ausgesucht und für die zukünftige Verwendung ins Archiv gestellt. Statistisch gesehen also etwa eine brauchbare Aufnahme alle 8 Minuten. Womit der Klient seine indivuellen Bilder billiger bekam, als eine Konserve von einer der zahlreichen Bildagenturen im Internet kostet. Ein zusätzlicher Reiz individueller Produktion.
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